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Kaufmotive von Prius-Käuferinnen und –Käufern

Zusammenfassung des Referats von Dr. Peter de Haan van der Weg, HES Institute for Human-Environment Systems, ETH Zürich

ETH-Forschende haben eine Befragung bei den Käufern und Käuferinnen des Toyota Prius 2 durchgeführt. Der Prius 2, ein Mittelklassefahrzeug, erreicht dank Hybridantrieb und innovativer Technologie einen durchschnittlichen Benzinverbrauch von 4.3 l/100km. Er ist das zurzeit meistverkaufte Hybridfahrzeug in der Schweiz. Der Fragebogen wurde von über 80% aller Käufer und Käuferinnen der Schweiz ausgefüllt, mit Fragen zu den Kaufkriterien, den weiteren Autos im Haushalt, welches Fahrzeug durch den Prius ersetzt wurde, Alter, Einkommen, Bildung und Haushaltsgrösse.

Die Studie zeigt, dass der typische Prius-Kunde männlich, 54 Jahre alt und überdurchschnittlich ausgebildet ist. Er verdient überdurchschnittlich. Seine Aufmerksamkeit ist über Medienberichte geweckt worden. Aus sozio-demographischer Sicht ist er ein Mittelklasse-Käufer. Bei der Entscheidung für den Prius waren Technik und ökologische Kriterien wichtige Gründe. Für solche Fahrzeuge ist er bereit, mehr zu zahlen als für Modelle derselben Klasse mit herkömmlicher Antriebstechnik. Viele Käufer und Käuferinnen wollen auch ein Signal für die Hybridtechnik oder das Treibstoffsparen im Allgemeinen setzen.

Die Befragung zeigt, dass die Käufer auf ein gleich grosses Auto verzichten haben und damit der Treibstoffverbrauch im Vergleich zu den abgestossenen Vorgängerautos effektiv halbiert wird. Die CO2-Emissionen reduzieren sich von 210 Gramm CO2 pro Kilometer auf neu noch 104 Gramm. Auch die Fahrzeuggewichte zeigen, dass der Prius ein mindestens gleich grosses Auto ersetzt.

Es kommt in der Käufergruppe zu keiner Erhöhung des Motorisierungsgrades: Nur für 33 von 300 Käufern (11%) ist der Prius das allererste oder ein zusätzliches Auto. Modellrechnungen zeigen, dass bei Mittelklassenautos normalerweise mit ca. 20% erstmaligen bzw. zusätzlichen Käufen zu rechnen wäre. Somit kommt die Verbrauchseinsparung voll zum Tragen.

Weil gegenwärtig Hybridfahrzeuge in der Herstellung noch teurer sind, können staatliche Fördermassnahmen diese Preisdifferenz verkleinern und damit zu einer effektiven Energie-Einsparung führen. Es gibt bereits in mehreren Kantonen einen Motorfahrzeugsteuer-Rabatt. Es konnte gezeigt werden, dass diese Rabatte tatsächlich zu einer Erhöhung der Anzahl verkaufter Hybridfahrzeuge führt.

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08.09.2005  :  Home > Informationen > Pressetexte e'mobile > Pressetexte 2005 > e’mobile-Hilton-Apéro in Basel, 8. September 2005 > Kaufmotive von Prius-Käuferinnen und –Käufern  - URL: http://www.e-mobile.ch/?pid=de,1,52