e'mobile Schweizerischer Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge
 
 
 

Generalversammlung e’mobile und Jahrestagung in Zürich

Medienmitteilung: Bern, 31. Oktober 2007

Jahrestagung des Verbandes e’mobile:  «Sparsame Fahrzeuge sind unsere besten Ölquellen»

Mit diesem Statement umriss Prof. Lino Guzzella von der ETH Zürich an der Jahrestagung des Verbandes e’ mobile am 31. Oktober 2007 bei den EKZ in Zürich seine Kernbotschaft. Grösse und damit Gewicht des Fahrzeugs, Effizienz der Energieumwandlung im Fahrzeug und nicht zuletzt die Energie- und Umweltbilanz der vorgelagerten Prozesse zur Bereitstellung des Treibstoffs sind dabei die entscheidenden Faktoren.

Guzzella machte an einem Beispiel eindrücklich deutlich, wie nachteilig sich die heute vielfach zu beobachtende Übermotorisierung der Fahrzeuge auf den Energieverbrauch auswirkt: Zur Absolvierung des EU- Fahrzyklus benötigt ein Auto eine Durchschnitts-leistung von etwa 7 kW, nicht weniger als 115 kW sind aber erforderlich, um dieses Fahrzeug in 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Der Motor arbeitet dementsprechend fast immer im Teillastbereich – mit entsprechend schlechtem Wir-kungsgrad. Hier kann ein Hybridkonzept, bei dem der zusätzliche Elektromotor eine Verschiebung des Lastpunktes ermöglicht, eine spürbare Effizienzverbesserung bieten. Referat Guzella

Auch Martin Pulfer vom Bundesamt für Energie betonte in seinem Beitrag die Notwen-digkeit, den Energieverbrauch im Verkehr zu vermindern. Für ihn gilt dabei das Triple-S-Prinzip: Saving, Shifting und schliesslich Smoothing. Vor allem zum zweiten Ansatz konnte er eine ganze Reihe interessanter Projekte vorstellen, die vom BFE unterstützt wurden. Referat Pulfer

IAMF, International Advanced Mobility Forum, am Genfer Autosalon 2008
Dass der Autombilsalon in Genf sich bereits seit Jahren auch für die Förderung von effizienten Fahrzeugen engagiert unterstrich Silvia Blattner, die Presse-Verantwortliche von Geneva-Palexpo für Veranstaltungen rund ums Auto, mit einer eindrücklichen Darstellung zahlreicher Aktivitäten in den vergangenen Jahren, wie etwa der Sonder- schau Elektrofahrzeuge mit Probefahrt-Möglichkeiten bereits im Jahr 1992. Für 2008 ist mit dem IAMF vom 11. bis 13. März, einem wissenschaftlich-öffentlichen Forum zum Thema individuelle Mobilität der Zukunft, das in Zusammenarbeit mit e’mobile, dem europäischen Verband AVERE, dem Paul Scherrer Institut und mit Gasmobil or-ganisiert und vom BFE respektive EnergieSchweiz unterstützt wird, ein weiterer Schritt in diese Richtung geplant. Referat Blattner

«e-motion» – Mit Leichtigkeit zum Ziel
Als konkretes Beispiel eines solchen Projektes stellte Professor Markus Henne von der Hochschule für Technik HSR in Rapperswil seine Leichtelektrofahrzeug-Entwicklung «e-motion» vor. Mit einem Leergewicht von nur etwa 350 kg bietet dieses Fahrzeug Platz für 2 + 2 Personen. Das Fahrzeug wird am kommenden Autosalon in Genf vom 6. bis 16. März 2008 am Stand von e’mobile in Halle 5 (Standnummer 5143) zu sehen sein. Referat Henne

Leichtelektrofahrzeug «e-motion» Leichtelektrofahrzeug «e-motion» der HSR Rapperswil: Ausgeprägter Leichtbau unter Ausnützung der Leichbauspirale geringe Masse –> gleiche Fahrleistungen bei geringerer Motorisierung –> kleinere Batterien –> leichtere Konstruktion reduziert den Energiebedarf. Die einfache, aber industrienahe Konstruktion ermöglicht Kosteneffizienz auch bei kleinen Stückzahlen.

Weitere Informationen: Wilfried Blum, stv. Geschäftsleiter, c/o EnKomm GmbH, Sonnengartenstrasse 24, 8630 Rüti ZH, 055 240 64 37, wblum@e- mobile.ch

e'mobile: Der 1980 gegründete Verband e'mobile engagiert sich in der ganzen Schweiz für die Markteinführung von verbrauchs- oder emissionsarmen Strassenfahrzeugen wie Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeugen sowie von Treibstoffen aus erneuerbaren Quellen. Er bietet von Marke und Produkt unabhängige Information und Beratung, führt Promotionsmassnahmen wie Ausstellungen und Informationsveranstaltungen durch und vermittelt Probefahrten.


 
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