Rückblick auf das internationale Symposium in Monaco
Entwicklungstendenzen bei den Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen
Das 21. internationale Symposium zu Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen EVS-21, das anfangs April in Monaco stattgefunden hat, hat ein unvermindert grosses Entwicklungspotenzial dieser neuen Antriebstechnologien aufgezeigt.
1’000 Fachleute aus 48 Ländern haben an den 288 Vorträgen der EVS-21 in Monaco teilgenommen. 50 verschiedene Fahrzeuge vom Elektro-Bike bis zum Brennstoffzellen-Auto standen für eine kurze Probefahrt zur Verfügung. 109 Firmen und Organisationen zeigten auf 4’300 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihre neusten Produkte im Bereich der Fahrzeugentwicklung, der Komponenten und namentlich der Energiespeicherung und informierten über Pilotprojekte.
Die fünftägige Veranstaltung im Fürstentum hat ein erhebliches Potenzial in der weiteren Entwicklung der verschiedenen Antriebsysteme gezeigt. Im Vergleich zum letzten Symposium des Weltverbandes für Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge (WEVA) in Kalifornien im November 2003 waren dieses Jahr insbesondere kleine Elektrofahrzeuge stärker vertreten. Mehrere neue oder weiter entwickelte Modelle stehen kurz vor der Markteinführung oder kommen demnächst in Flottentests zum Einsatz.
Die neue Dynamik in diesem Sektor geht nicht zuletzt auf die in der Schweiz hergestellte Zebra-Batterie zurück. Diese Hochtemperaturbatterie erlaubt elektrischen Kleinwagen beachtliche Leistungswerte.
Bei den Elektro-Zweirädern zeigten diverse Hersteller neue Fahrzeugkonzepte. Einerseits waren Kleinmotorräder zu sehen, welche auf die Anordnung der spezifischen Komponenten des Elektroantriebs wie der Batterien und den Motor ausgelegt sind. Andererseits wurden schwere Motorräder mit Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen vorgestellt. Diese beeindrucken durch ein hohes Beschleunigungsvermögen, welches durch das vom Start weg verfügbaren maximalen Drehmoment des Elektromotors ermöglicht wird.
Neue Fahrzeugkonzepte mit Brennstoffzellen
Bei den Brennstoffzellenfahrzeugen stehen zunehmend Hybridkonzepte zur Diskussion. Diese verfügen neben der Brennstoffzelle auch über Batterien oder Superkondensatoren als Elektrizitätsspeicher.
Die meisten Fachleute sehen solche Fahrzeuge in der näheren Zukunft jedoch nicht im Massenmarkt. Dies obwohl mehrere Autohersteller ihre Fahrzeuge bereits in Flotten im Alltag testen und erhebliche Fortschritte im technischen Bereich präsentiert haben. Den Aufbau der Wasserstoffversorgung und des Tankstellennetzes sowie die Kosten der Brennstoffzellen nannten die Fachleute unter anderem als Gründe für ihre zurückhaltende Zukunftsprognose.
Vielfältige Hybridkonzepte
Kurzfristig dürften dagegen Hybridfahrzeuge mit Elektro- und Verbrennungsmotor einen zunehmenden Beitrag zur Verminderung des Treibstoffverbrauchs leisten. In Monaco sind mehrere neue Konzepte vorgestellt worden. Einerseits waren dies Hybridfahrzeuge, die zu einem beträchtlichen Teil mit dem Elektroantrieb fahren und den hierfür nötigen Strom teilweise ab der Steckdose tanken. Andererseits zeigte ein französisches Unternehmen einen Prototyp, der mit Strom und Flüssiggas fährt.
In mehreren Vorträgen äusserten die Fachleute ihre Erwartung, dass am nächsten Symposium der WEVA, der EVS-22 in Yokohoma in Japan im Oktober 2006, eine spürbar grössere Zahl von Hybridfahrzeugen in verschiedenen Varianten zu sehen sein wird.
Pressefotos sind unter e-mobile.ch mit Quellenangabe frei verfügbar.
Der Schweizerische Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge e'mobile bietet neutrale Information und Beratung. Seine Fachstelle EV befasst sich mit allen Fragen rund um Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.