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Biotreibstoffe


Aus den verschiedensten organischen Stoffen lassen sich Biotreibstoffe herstellen. Am bekanntesten sind Bio- respektive Kompogas für Erdgasfahrzeuge, Ethanol als Zusatz für Benzin- und Dieselfahrzeuge sowie Rapsdiesel. Sie sind alle erneuerbar und gelten als CO2-fei, weil sie nur die Menge CO2 freisetzen, welche die Pflanzen in der Wachstumsphase gebunden haben.

Aus Grüngut, Holz, Gülle, Klärschlamm, Raps und anderen Agrarprodukten lassen sich gasförmige oder flüssige Biotreibstoffe herstellen. Die bekanntesten sind Bio- oder Kompogas, Biodiesel und Bioethanol. Bio- oder Kompogas kann nach entsprechender Aufbereitung zur Wärmeerzeugung, zur Gewinnung von Strom und Wärme in Wärmekraft-Koppelungsanlagen oder als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge verwendet werden.

Biodiesel EPFL
Bio-Power, 

Wintherthur
Biodiesel
Pflanzenöl-Methyl-Esther PME oder Biodiesel wird in einem chemischen Prozess aus Pflanzenölen und namentlich aus Rapsöl hergestellt. Einzelne Schweizer Firmen verarbeiten auch gebrauchtes Fritieröl zu Biodiesel. Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselfahrzeugen hat Rapsdiesel tiefere Abgaswerte und vor allem deutlich weniger Feinpartikel im Abgas sowie keinen Schwefel. Wie stark Biodiesel die Treibhausgase reduzieren kann, ist hauptsächlich vom Anbau der Pflanzen und hier wiederum zu einem guten Teil von den verwendeten Düngermengen abhängig. Vor allem bei älteren Fahrzeugen kann Rapsdiesel Schläuche und Gummiteile angreifen, weshalb diese für den Betrieb mit Biodiesel umgerüstet werden müssen. Tankstellen für Rapsdiesel gibt es in der Schweiz erst wenige.

Bioethanol
Aus Überschüssen und pflanzlichen Abfällen aus der Landwirtschaft, aus Holzabfällen oder durch gezielt für die Energiegewinnung angebaute Pflanzen lässt sich Bioethanol herstellen. Dieses wird Benzin oder Diesel beigemischt und kann die CO2-Bilanz verbessern. In Ländern wie Brasilien, den USA und Schweden ist dies verbreitet. In der Schweiz laufen erste Pilotprojekte mit der Beimischung von Bioethanol zu Benzin und Diesel. klick...

Umweltnutzen
Alle Biotreibstoffe haben den Vorteil, dass bei ihrer Verbrennung keine zusätzlichen Kohlendioxide entstehen und sie somit CO2-neutral sind. Denn das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 haben die Pflanzen bereits in der Wachstumsphase als Nährstoffe aufgenommen. Allerdings entstehen auch beim Anbau und bei der Produktion von Biotreibstoffen CO2-Emissionen, welche in einer Umweltberechnung ins Gewicht fallen.

Versorgungssicherheit
Die pflanzlichen Rohstoffe können fast überall angebaut werden respektive fallen etwa in der Waldwirtschaft vielerorts an. Entsprechend ihrer breiten Verfügbarkeit spielen Biotreibstoffe in vielen Ländern eine Rolle im Zusammenhang mit der Versorgungssicherheit. Dies gilt insbesondere für Länder, die selber über keine Erdölvorräte verfügen.


 

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